TWILIGHT – ZWIELICHT

TOOLBOX

Margret Holz und Pilvi Ojala zeigen in der Galerie Toolbox, dem finnisch-deutscher Projektraum, in der Koloniestraße 120 in 13359 Berlin bis 22. Mai 2026 ihre Kunstwerke. 

Margret Holz und Pilvi Ojala (v.l.) zur Vernissage

Der Fallen shadow 01 von 2026 – ein Schatten unbekannter Herkunft fällt auf die Erde, von Margret Holz in Stahl materialisiert. Ist es der Schatten nahenden Unheils? Oder ein umherirrender Schatten im All aus früheren Zeiten?

Margret Holz (l.) vor „Bark on shadow“ fragment 2026

Diese Schattenfragmente und ein Speaking shadow und Holzschnitte sind im Zusammenspiel mit der finnischen Künstlerin Pilvi Ojala zu sehen. Pilvi Ojala zeigt Zeichnungen, Radierungen als Reihen in kleinen Formaten.

„Fallen Shadow“ (von Margret Holz (vorn) und „Kuolemantanssi“, „Epiitafi“, Naamio“ von Pilvi Ojala (Wand)

Margret Holz widmet sich in ihrem vielgestaltigen Werk seit Jahrzehnten auf unterschiedlichste Weise dem Einwirken von Zeit auf Geschichte, auf das Gedächtnis von historischen und fiktiven Orten, als Einwirkung auf das bildhauerische Material. Die ehemals gleichförmigen Flächen verformen sich unter der Kraft der Hitze und die farblichen Nuancen der Schatten zeugen von der formgebenden und auch zerstörerischen, archaischen Kraft des Feuers. In ihrem Jahrzehnte langem Schaffen materialisieren sich die Schatten der Erinnerung, werden greifbar und gegenwärtig, und werfen ein metaphorisches Licht auf mögliche künftige Spuren von Krisen transnationaler und ökologischer Verflechtungen, Grenzziehungen und der
Störanfälligkeit von offenen gesellschaftlichen und natürlichen Systemen.“ analysiert Veronika Witte.
www.mabois.de  @margretholzbois (instagram)

Bilder von Pilvi Ojala

Als bildende Künstlerin hatte Pilvi Ojala die Möglichkeit, mit verschiedenen Werkzeugen und Materialien frei zu experimentieren, und hat ihren eigenen, einzigartigen künstlerischen Weg gefunden. Für sie ist Kunst nicht nur ein Ausdrucksmittel, sondern auch eine Möglichkeit, die Welt wahrzunehmen und sich als Teil von ihr zu verorten. Als Künstlerin möchte sie Traditionen fortführen und sich gleichzeitig erneuern. Sie greift auf Themen der Kunstgeschichte zurück, bemüht sich aber, sie in einen zeitgenössischen Kontext zu übertragen und mit einer eigenen Erfahrungswelt zu verbinden.

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