Verantwortung

Frank Henkel, Volker Wissing, Dirk Steffel (v.l.)

Zu Beginn dieses Monats  ist das neue Buch des ehemaligen Ministers der Bundesregierung, Volker Wissing, im Droemer Verlag unter dem Titel „Verantwortung“ erschienen. Das nahm der Gründer und Vorsitzende der Tegeler Gespräche e.V., Dirk Steffel, zum Anlass, Volker Wissing zum 81. Tegeler Gespräch am 28. April 2026 in die Tegeler Seeterrassen einzuladen.

Volker Wissing

Der ehemalige Bundesminister Volker Wissing erinnerte im Gespräch und in seinem Buch an die Verantwortung, die mit unserer Freiheit einhergeht!  „Unsere Demokratie ist das Beste, was uns passieren konnte. Dass wir selbst darüber entscheiden dürfen, wie sie sich weiterentwickelt, ist ein großes Glück. Wir haben unsere Zukunft in der Hand.“ Wichtig für Ihn ist, das geschlossene Kompromisse alle gemeinsam vertreten müssen, was auch für alle gelten sollte. Demokratische Debattenkultur, ringen um Argumente, gegenseitiger Respekt, wie auch Meinungsverschiedenheit achten, gehören dazu. Zur individuellen Freiheit gehört auch die gesellschaftliche Verantwortung, damit sich die individuellen Fähigkeiten entfalten können.

Talkrunde – Frank Henkel und Volker Wissing (v.l.)

Es geht um die fundamentale Frage: Wem gehört die Macht im Staat?
Volker Wissing erklärt im Buch seine Sichtweise: „Politik muss erklärt werden. Wer in Regierungsverantwortung steht, muss seine Entscheidungen den Wählerinnen und Wählern nachvollziehbar machen. Das ist in einer Demokratie von zentraler Bedeutung. Denn Transparenz dient der Kontrolle von Politik durch die Bürgerinnen und Bürger. Sie müssen wissen, wer wie entschieden hat und wie die jeweiligen Entscheidungen begründet werden. Diese Informationen können sie dann bei der nächsten Stimmabgabe berücksichtigen.“
Die Talkrunde mit Frank Henkel  endete mit: „Politik braucht funktionierende Strukturen.“

Verlagsgruppe Droemer Knaur GmbH & Co. KG
ISBN 978-3-426-56958-0

Zum Tegeler Gespräch gehörte aber auch einiges den Stadtbezirk Betreffendes.
Zuerst stellte der Vorsitzende der „Initiative Reinickendorf e.V.“, Branko Lienemann, den Verein vor und berichtete über neue Aktivitäten, wie den künftigen Besuche in der JVA Tegel oder  bei Florida Eis. Dann gab es die Scheckübergabe für die DLRG Reinickendorf an den Beauftragten des Vorstandes der DLRG, Gerhard Troschke, für ihre Ausbildung und das notwendige Equipment. Er dankte und versicherte, das Geld zum Erhalt des Ausbildungsstandards der Mitglieder einzusetzen und weiter zu verbessern.

Branko Lienemann und Gerhard Troschke

Da auch in Reinickendorf die Kommunalwahlen im September ihre Schatten werfen, stellten sich die beiden Bezirksbürgermeisterkandidaten vor.
Für die SPD geht Alexander Ewers ins „Rennen“, derzeit als Stadtrat Jugend und Familie in Reinickendorf sehr aktiv, berichtete über seine derzeitigen und zukünftigen Arbeitsschwerpunkte und Aktivitäten, dabei: Politik ist kein Selbstzweck, man muss immer die Menschen „mitnehmen“ in allen Tätigkeitsbereichen, Politik muss rausgehen, wie z.B. Kiezdialoge oder Ehrenamt würdigen und fördern.

Alexander Ewers (SPD)

Die CDU hat sich die „Dienste“ von Sebastian Pieper gesichert. Er kam vor 6 Wochen aus Mitte nach Reinickendorf und übernahm das Amt für Ordnung, Umwelt und Verkehr. Seine Ideen für Reinickendorf waren noch sehr allgemein, was bis zum Herbst noch aktualisiert werden sollte.

Sebastian Pieper (CDU)

Neben diesen beiden Parteien war auch VOLT bei den Zuhörern stark vertreten. Diese Partei will ihren Bekanntheitsgrad steigern, ihre Ideen und Arbeitsweise bekanntmachen und die Kandidaten zur Wahl für das Abgeordnetenhaus und das Bezirksparlament „präsentieren“.

Anna Auerbach und Sascha Hellwig (v.l.) von VOLT

Ich traf dabei auf Anna Auerbach (Platz 1 der Volt-Liste für das AGH) und Sascha Hellwig (Direktkandidat für den Wahlbezirk 3 in Reinickendorf). Anna zeigte auf, wie in  den Parlamenten in München, Darmstadt, Wiesbaden oder auch in Frankfurt VOLT sichtbar ist. Volt ist die liberale-soziale Kraft, die europäisch denkt und ein Vakuum in der Berliner Parteienlandschaft beheben kann. Aus Fehlern lernen und Schlussfolgerungen für die eigenen Aktivitäten kreieren. „Das Tegeler Gespräch ist eine Institution für überparteilichen Dialog, der Demokratie nahbar macht und Zusammenhalt fördert. Zur politischen Vielfalt gehört auch VOLT mit sozial-liberaler Politik und dem Blick für pragmatische Lösungen – auch aus Europa – als Antwort auf zunehmenden Populismus.“ analysierte Anna Auerbach.

Mieke Senftleben (FDP) und Aiga Senftleben (VOLT)

Dazu kam eine „alte“ Bekannte und früheres Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, stellvertretende Vorsitzende der Berliner FDP und sehr aktiv in Reinickendorf, Mieke Senftleben. Sie begleitete ihre Tochter, Aiga Senftleben, die auch für VOLT kandidiert. Aiga sagt: „Trotz – oder gerade wegen meiner Politiker-Mutter – wollte ich eigentlich nie in die Politik, aber nur zuschauen  reichte mir irgendwann nicht mehr. Als Gründerin habe ich erlebt, wie Bürokratie vieles lähmt, dazu unser verbesserungswürdiges Schulsystem. Da hilft nur handeln, deshalb VOLT, da werden Sachverstand, Speed und Mut zur Veränderung ernst genommen.“

Related posts

Leave a Comment