Bleibt Optimismus?

„LASST UNS REDEN“ auch mit OMAS GEGEN RECHTS

Vor dem entscheidenden Wahlsonntag ziehen wir ein Fazit aus den Gesprächen, Veranstaltungen und den Blicken aufs aktuell im Fokusstehende für Reinickendorf.
Es ging um einen zweckführenden Einsatz der Finanzen, der Steuergelder, teure Studien, Förderung des Ehrenamtes, aber auch die Nutzung dieser Erfahrungen, Einbeziehung der Kiezbewohner und Diskussionsrunden. Es muss, nicht nur im Wahlkampf, mehr mit allen geredet und Erfahrungen ausgetauscht und umgesetzt werden.

Jugendforschungsschiff an der Greenwich Promenade, mit Ehrenamt und ohne Förderung

Zur Greenwich Promenade, die ja in den kommenden Jahren mit Steuergeld „saniert“ werden soll, sind viele Vorschläge zu lesen. Von Toiletten am Kanonenplatz (CDU) über ein Sommer-Riesenrad (SPD) bis zur Gesundheitspromenade (Volt) kann man hier sicher, mit Einbeziehung der Anwohner, Gewerbetreibenden, Ehrenamtlichen und den nach den Wahlen interessierten Parteien, die Gelder zielgerichtet, ohne weitere teure Studien, einsetzen. Hier sollte der Bezirk  die Ideen und Vorschläge bündeln, diskutieren und zielorientiert einsetzen, ohne Zeitverzug.

Schulzendorfer Straße in Heiligensee

Die Verkehrsplanung im Stadtbezirk muss unbedingt koordiniert, Verzögerungen erläutert und schnellstmöglich bis zum Ende umgesetzt werden. Da sind die Verkehrsumleitungen in Frohnau nicht weiter „ausbaufähig“ und schnellstmöglich abzuschließen.
Auch in der Schulzendorfer Straße in Heiligensee, die als Umleitungsstrecke kurzfristig genutzt und hergerichtet, jetzt aber nicht zurückgebaut wurde. Der derzeitige Zustand: keine „Entwässerung“ möglich, Tempo 30 wird nicht eingehalten, obwohl Kita und Schule das brauchen.

Grundsteinlegung 2018 mit Bürgermeister Balzer und Begrünungsvorschau im Vorschaubild

Zu viel Beton im öffentlichen Raum, dazu gehört auch die Fußgängerzone Gorkistraße, hier dauerte die Umbauphase bis 2021 – die Grundsteinlegung für das Tegel-Quartier erfolgte am 08.06.2018. Die Vorstellungen der HGHI sahen in der Gorkistraße – Grünanlagen, Hochbeete und Spielbereiche vor, die auch finanziell von der HGHI bereitstanden. Da das Bezirksamt unter Bürgermeister Balzer (CDU) aber die Pflegekosten für das „Grün“ kostenmäßig nicht übernehmen konnte, da die Straße dem Bezirk gehört, musste alles komplett von der HGHI wiederhergestellt – versiegelt werden.

Zum Thema „Bäume fällen“ gibt es im Bezirk viele Aktivitäten, besonders ist dabei die BI Ollenhauerstraße und das Netzwerk fahrradfreundliches Reinickendorf (NfR) zu erwähnen.
Eine Petition, die am 09.09.2026 der noch amtierenden Bürgermeisterin (CDU) überreicht wurde, richtet sich gegen die Fällung aller 116 Bäume in der Ollenhauerstraße zwischen Reinickes Hof und Kögelstraße: „Stopp aller laufenden Planungen, Bauvorbereitungen und vor allem Baumfällungen zum Neubauvorhaben der Straße“.  Ab Oktober 2026 sollen die Bäume „weichen“- der Ordnungsstadtrat (CDU) will Fakten schaffen ohne Ausschreibung….

Im Wahlkampf habe ich zurückhaltenden Zukunftsoptimismus erlebt. Es wurde mit  bekannten Versprechungen gekämpft, sich zwar die Probleme der Bürger angehört, aber es ging um die Stimme. Da war der Fokus, wie oftmals, nur auf die kommenden 5 Jahre gerichtet, kaum langfristige Konzepte.

Der „Tagesspiegel“ hatte in dieser Woche zum „High Noon“-Expertentalk geladen: „Wie die kleinen Parteien bei der Berlin-Wahl punkten wollen“. Angekündigt wurde: „Sie setzen sich ein für mehr „Friedensbildung“ an Schulen (BSW), für „Frei-Kieze“ als Sonderwirtschaftszonen mit weniger Vorschriften (FDP), oder sie wollen, dass Berlin den Erfolgsbeispielen aus anderen europäischen Metropolen folgt (Volt).“ Hier strahlte ein perspektivisch langfristiger Optimismus eigentlich nur bei Anna Auerbach (Volt) hervor, sicher auch, weil hier keine Berufspolitiker, sondern wirklich Macher aus dem aktiven Leben den Parteikurs bestimmen. Das haben wahrscheinlich auch einige Nachrichtenagenturen (wie Reuters, dpa..) gehört und wollen von der Volt-Wahlparty berichten. Es bleibt weiterhin spannend, auch in Reinickendorf.

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